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Streifzüge durch die Apfelparadiese

Naturschützer laden für den Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober zum Hildesheimer Streuobstwiesentag ein

Kreis Hildesheim (wü). Streuobstwiesen bieten eine Vielfalt an alten, kaum noch bekannten Obstsorten, sind Lebensräume für viele Tierarten und Pflanzen. Am 3. Oktober können Besucher Streuobstwiesen in Stadt und Landkreis besichtigen, dort Obst probieren oder selbst pflücken, die Kunst des Veredelns und alte Apfelsorten kennenlernen oder frisch gepressten Apfelsaft genießen.
 
Die Streuobstwiese Groß Düngen der Paul-Feindt-StiftungSehen lecker aus: Äpfel auf einer Obstwiese bei Groß Düngen. In der Region gibt es inzwischen immer mehr solcher Wiesen. Foto: GossmannDer Arbeitskreis Hildesheimer Streuobstwiesen lädt am Tag der deutschen Einheit zu Streifzügen durch die Apfelparadiese der Region ein. In der Initiative haben sich Naturfreunde und Liebhaber alter Obstsorten zusammengeschlossen. Ihr Ziel: die Streuobstwiesen in der Region zu erhalten, neue anzulegen und die Pflege auf Dauer zu sichern. Unterstützt werden sie dabei von der regionalen Erzeugergemeinschaft Hi-Land, der Paul-Feindt-Stiftung, dem Schulbiologiezentrum und dem Landkreis Hildesheim. Am Hildesheimer Streuobstwiesentag präsentiert der Arbeitskreis acht Streuobstwiesen, jeweils vier in Stadt und Landkreis. Die Programme sind von Wiese zu Wiese unterschiedlich.

Wenn ein Schotte Geiz nicht geil findet

Sie tun viel Gutes -und sind dennoch oft nur wenigen bekannt: Zum ersten Niedersächsischen Stiftungstag haben sich 220 Initiativen auf der Domäne Marienburg versammelt. Sie werben für bürgerschaftliches Engagement.
 
Hildesheim (kia). Der eigene Name, für immer mit einem guten Zweck verbunden - für viele Menschen ist das eine gleichzei­tig befremdliche und doch auch wohlige Vorstellung. Die Möglichkeit dazu bietet eine Stiftung: Das Vermögen des Spen­ders bleibt auf Dauer erhalten, aus den Er­trägen wird ein vorher festgelegter Zweck gefördert. 220 solcher Stiftungen haben sich gestern beim ersten Niedersächsi­schen Stiftungstag auf dem Kulturcam­pus Domäne Marienburg der Universität -ebenfalls eine Stiftung - vorgestellt.

Land kann alte Kräuteräcker retten

Experten prüfen nun Förderung des Naturschutzprojektes auf Wernershöhe: Stiftung zuversichtlich

Hier sind Botaniker in ihrem Element. Bernd Galland von der Paul-Feindt-Stiftung nimmt die Pflanzen auf den alten Kräuteräckern bei Wrisbergholzen unter die Lupe. Foto: Neumann
Wrisbergholzen (ara). Einen halben Meter hoch steht jetzt der Roggen, Rittersporn, Klatschmohn und auch „nickende Disteln" sind die Farbtupfer auf den weiten Feldern. Diesen Garten Eden für Botaniker wollen Naturschützer unbedingt retten. Und jetzt sehen sie Land. Gut möglich, dass die Landesregierung in Hannover den Geldhahn aufdreht - und mit Fördermitteln die riesigen Wildkrauteräcker auf der Wernershöhe rettet. Bernd Galland von der Paul-Feindt-Stiftung zeigt sich optimistisch, dass das Land Geld locker macht. Denn es prüft derzeit Möglichkeiten der Unterstützung des bundesweit bekannten Projektes - ob mit Landes- oder EU-Mitteln.
 
Die Stiftung und der Ornithologische Verein zu Hildesheim kämpfen seit Jahren um den Erhalt der etwa 24 ha umfassenden Fläche - Refugium zahlreicher Pflanzenarten, Insekten und Vögel. Auf der 30 Fußballfelder großen Areal forschen auch Wissenschaftler der Unis Göttingen und Hannover sowie der Gesamthochschule Kassel. All das dürfte das Land dazu bewegen, den Naturschützern unter die Arme zu greifen, denkt Bernd Galland. „Zudem steht das Gebiet in der Roten Mappe". Und: Allein 17 Pflanzenarten sind auf der Roten Liste.