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Gewerbepark hilft dem Bruchgraben

Von Sebastian Knoppik
 
Sarstedt. Um eine Ausgleichsfläche im Sinne des Naturschutzes für den Gewerbepark Sarstedt ging es in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses. Allerdings stand dabei nicht die umstrittene Erweiterungdes Gewerbegebiets im Blickpunkt, sondern es ging um die schon bestehenden Flächen. Die 4,6 ha große Ausgleichsfläche dafür sollte eigentlich südlich des Gewerbegebiets ausgewiesen werden. Doch es war nicht gelungen, die erforderlichen Grundstücke zu kaufen.
 
Nun soll die Ausgleichsfläche stattdessen entlang des Bruchgrabens entstehen. Der Boden rund um Sarstedt ist derzeit extrem begehrt. Das zeigte sich jetzt auch bei den Ausgleichsflächen für den Gewerbepark. „Die Flächen konnten von der Entwicklungsgesellschaft zu einem vernünftigen Preis nicht angekauft werden“, erläuterte Fachbereichsleiterin Monika Kochel in der Ausschuss-Sitzung. Stattdessen soll daher nun das dafür zur Verfügung stehende Geld für Flächen entlang des Bruchgrabens verwendet werden. „Es ist das gleiche Ausmaß, das wir naturschutzrechtlich bringen“, versicherte Kochel.
 
Nach Meinung von Bürgermeisterin Heike Brennecke (SPD) schlägt die Stadt damit „zwei Fliegen mit einer Klappe“. Denn schließlich fließt ein Teil des Bruchgrabens auch durch Sarstedt und die Stadt hat somit ein besonderes Interesse an der Aufwertung dieses Gebiets. Um die Renaturierung kümmert sich die Hildesheimer Paul-Feindt-Stiftung. Die Experten wollen am Südufer durchgehend Bäume pflanzen, möglichst in Dreierreihen. Die dürften in 10 bis 15 Jahren so hoch sein, dass sie Schatten spenden und den Schilfwuchs bremsen, der dem Unterhaltungsverband große Sorgen bereitet und für hohe Kosten sorgt.
 
Im östlichen Bruchgrabengebiet wird das besser funktionieren als im Raum Sarstedt, wo der Bach vor der Einmündung in die Innerste zum Fluss wird. Und so ist derzeit auch noch unklar, in welchen Teil der Bruchgraben-Renaturierung das Geld aus Sarstedt fließt und wann die Maßnahme umgesetzt wird. Darauf wies Ausschussmitglied Wilfried Töttger (CDU) hin: „Die Stiftung gibt Zeit und Länge vor.“ Es kann sogar passieren, dass die Ausgleichszahlung gar nicht für den Bruchgraben verwendet werden kann, wie Kochel einräumte. „Wenn bis zu einem gewissen Zeitraum die Flächen nicht erworben werden können, würde das Geld von der Paul-Feindt-Stiftung wieder an den Landkreis gehen.“ Das Geld stehe daher auf jeden Fall für Naturschutzprojekte zur Verfügung, versicherte Kochel: „Es verpufft nicht. Es ist definitiv festgehalten, dass es dafür verwendet werden muss.“
 
Der Ausschuss hatte nur darüber zu befinden, ob das ursprünglich als Ausgleichsfläche vorgesehene Areal wieder
aus dem Bebauungsplan herausgenommen wird. Der Beschluss dazu fiel einstimmig. Ebenfalls einstimmig beschloss das Gremium eine Änderung des Flächennutzungsplans.
 
© Hildesheimer Allgemeine Zeitung